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Ehrung für ein Lebenswerk
peter_betz_01_low_res Am Freitag, den 12. Dezember, wurde im Karate Zentral Dojo (KZD) ein Mann geehrt, der durch seine Leistung und seinen Einsatz zu einer der herausragendsten Persönlichkeiten im Karate zählt. Sein Name: Peter Betz. Seit 1966 betreibt er aktiv Karate im KZD und hat dabei viele nationale und europäische Meistertitel errungen. Es war einer der Pioniere des Karate Zentral Dojos Konstanz, eines der ältesten Dojos in Deutschland. Karate ist im Vergleich zu anderen eine noch relativ junge Sportart, da sie erst in den 50er Jahren den Weg nach Deutschland fand.


peter_betz_01_low_resBlickt man auf das Lebenswerk von Peter Betz, so findet man viele erwähnenswerte Stationen. Er studierte Anfang der 70er Jahre Karate an der Takushoku-Universität in Tokio bei Professor Masatoshi Nakayama und brachte das gewonnenen Wissen mit nach Deutschland. 1973 kam er in den Vorstand des Deutschen Karate Verbandes (DKV), wo er dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiern konnte. Seine Tätigkeit im DKV brachte um die ganze Welt zu allen Europa- und Weltmeisterschaften. Seit 1997 ist er zudem Mitglied im europäischen Karate-Verband (European Karate Federation), was ihm nach eigenen Angaben eine besondere Ehre ist. Doch es sind nicht die Ämter und Titel, die ihn zu einer Persönlichkeit machten.

Es ist das unermüdliches Engagement des Peter Betz, der das Karate in Deutschland und speziell hier in Konstanz geformt und weiterentwickelt hat. Auch nach fast 40 Jahren Mitgliedschaft ist er immer noch aktiv im KZD, wo er als Jugend- und Kindertrainer Vorbild vieler Kinder ist. Er war es auch, der aus Italien eine neue Lernmethode mit nach Deutschland brachte. Sound Karate so heißt die neue Form des Karate-Unterrichts für Kinder und Jugendliche, die es in Konstanz nur im Karate Zentral Dojo gibt. „Beat-Karate ist mehr als nur ein moderner Titel“, schwärmt Peter Betz, „es ist eine absolut neue Methodik für das Erlernen von Karate und vermittelt zudem neue Inhalte. Durch den Einsatz verschiedener Medien wie Bälle, Seile und Popmusik wird die Kreativität und die Lust der Kinder am Karate-Sport gefördert. Das Körpergefühl für Rhythmus und Bewegung wird ebenso gesteigert, wie das Selbstbewußtsein der Kinder. Die Folge ist auch der Abbau von Aggressionen“. Bei diesen Worten wird deutlich, welche Begeisterung für Karate noch heute in ihm steckt.

Peter Betz gilt mit seinen 58 Jahren auch als Vorbild vieler Erwachsener. Vor wenigen Wochen bestanden er die Prüfung zum 6. Dan und beweist mit dieser herausragenden Leistung einmal mehr, dass Karate nicht nur was für junge Leute ist. Am Freitag nun fand in den neuen Räumen des Karate Zentral Dojos eine Feier zu Ehren von Peter Betz statt. Viele Freunde, die seinen Lebensweg begleiteten, nahmen am Training, das er persönlich gab, und den Feierlichkeiten teil. „Wir sind stolz ihn in unsere Mitte zu haben, denn Peter Betz ist eine besondere Ausnahme, da es in der heutigen Zeit schwierig geworden ist, Menschen für ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen zu gewinnen, sagte Rüdiger Weckerle, Vorstand des KZD. „Wir hoffen mit ihm noch viele Jahre Karate trainieren zu können, wissen wir doch, dass seine zweite Leidenschaft dem Tango-Tanzen gehört“, ergänzte er schmunzelnd.

Es bleibt zu hoffen, dass andere Vereine ein ebenso großes Glück haben einen so engagierten und qualifizierten Menschen zu haben, der all seine Kraft und Erfahrung in seinen Sport mit einbringt, einen wie Peter Betz!